Der Schlüssel dazu liegt nicht in mehr Daten oder zusätzlichen Reports, sondern in einer gemeinsamen Informationsbasis, die Transparenz über Produkte, Lieferanten und Abhängigkeiten schafft.
Supply Chain Excellence beschreibt einen Reifegrad im Supply Chain Management, bei dem Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette optimal aufeinander abgestimmt sind. Ziel ist es, Lieferketten effizient, resilient und flexibel zu gestalten, ohne dabei Wirtschaftlichkeit oder Lieferfähigkeit aus den Augen zu verlieren. Eine exzellente Lieferkette zeichnet sich durch vier Merkmale aus:
Dabei geht es nicht darum, jede Störung zu vermeiden. Entscheidend ist vielmehr, Auswirkungen frühzeitig zu erkennen und die richtigen Entscheidungen schneller treffen zu können.
Die meisten Unternehmen scheitern nicht an fehlender Expertise. Im Gegenteil: Viele verfügen über Jahrzehnte Erfahrung im Supply Chain Management. Trotzdem werden Entscheidungen häufig auf Basis unvollständiger Informationen oder einfach nach Bauchgefühl getroffen.
Informationen befinden sich verteilt in ERP-Systemen, Stücklisten, Lieferantenportalen oder Excel-Dateien. Einkauf, Vertrieb und Produktmanagement arbeiten häufig mit unterschiedlichen Datenständen und Prioritäten. Dadurch entstehen Datensilos, die eine durchgängige Sicht auf die Lieferkette verhindern.
Hinzu kommt eine stetig wachsende Produktkomplexität. Neue Varianten, zusätzliche Lieferanten und internationale Beschaffungsnetzwerke erhöhen die Zahl der Abhängigkeiten und damit auch die Risiken. Wer diese Zusammenhänge nicht kennt, kann Engpässe zwar verwalten, aber nicht aktiv steuern.
Unternehmen, die ihre Lieferkette erfolgreich weiterentwickeln, verfolgen meist dieselben Grundprinzipien.
Der erste Schritt besteht darin, sämtliche relevanten Informationen zusammenzuführen. Erst wenn Lieferanten, Komponenten, Produkte und Kunden miteinander verknüpft sind, entsteht eine vollständige Sicht auf die Supply Chain.
Nicht jede Produktvariante schafft Mehrwert. Gut aufgestellte Unternehmen überprüfen ihr Portfolio regelmäßig und reduzieren unnötige Komplexität. Das vereinfacht Prozesse und macht Lieferketten robuster.
Supply Chain Excellence beinhaltet auch, nicht jedes Produkt gleich zu behandeln. Unternehmen priorisieren gezielt Produkte mit hoher strategischer oder wirtschaftlicher Bedeutung und setzen Ressourcen dort ein, wo sie den größten Einfluss auf Umsatz und EBIT haben.
In dynamischen Märkten zählt Geschwindigkeit. Wer Auswirkungen eines Lieferantenausfalls oder einer Materialknappheit schon vorab bewerten und sich entsprechend vorbereiten kann, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen, die zunächst Daten zusammentragen müssen.
Genau an diesem Punkt setzt Product Mining an. Anstatt Daten manuell aus unterschiedlichen Systemen heraus zu analysieren, konsolidiert Product Mining Informationen aus ERP-, PLM- und weiteren Quellsystemen in einem sogenannten Decision Twin. Dadurch werden Zusammenhänge und Abhängigkeiten sichtbar, die in einzelnen Systemen verborgen bleiben.
Unternehmen erkennen beispielsweise auf einen Blick,
Ein deutsches Maschinenbauunternehmen konnte auf diese Weise innerhalb kürzester Zeit seine Lieferstruktur vollständig transparent machen. Entscheidungen, die zuvor mehrere Monate erforderten, ließen sich anschließend deutlich schneller und auf Basis belastbarer Daten treffen.
Dass dieser Ansatz auch in der Praxis überzeugt, zeigt eine aktuelle Auszeichnung: SAP und Soley wurden gemeinsam 2025 bei den Supply Chain Excellence Awards als „Top Supply Chain Projects Winner“ ausgezeichnet. Die Lösung unterstützt Unternehmen dabei, Transparenz über komplexe Strukturen zu schaffen und datenbasierte Entscheidungen schneller zu treffen.
Supply Chain Excellence ist kein Zustand, der einmal erreicht und anschließend abgehakt werden kann. Sie ist das Ergebnis kontinuierlicher Verbesserungen, von der Datenqualität über die Portfoliosteuerung bis hin zur Entscheidungsfindung.
Unternehmen, die ihre Lieferkette ganzheitlich betrachten und auf einer gemeinsamen Datenbasis steuern, schaffen die Voraussetzungen für mehr Transparenz, geringere Risiken und schnellere Reaktionen.
Mit Product Mining unterstützt Soley genau diesen Weg: Daten werden konsolidiert, Zusammenhänge sichtbar gemacht und komplexe Entscheidungen vereinfacht. So wird aus einer reaktiven Lieferkette ein strategischer Wettbewerbsvorteil.
Supply Chain Excellence beschreibt das Ziel, Lieferketten effizient, transparent und resilient zu steuern. Unternehmen schaffen dadurch die Grundlage für fundierte Entscheidungen, stabile Prozesse und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.
Zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren zählen eine hohe Datenqualität, Transparenz entlang der gesamten Lieferkette, schnelle Entscheidungsprozesse sowie die enge Verzahnung von Einkauf, Produktion und Produktmanagement.
Product Mining konsolidiert Daten aus unterschiedlichen Quellsystemen und bildet sie in einem digitalen Zwilling ab. Dadurch werden Abhängigkeiten, Risiken und Optimierungspotenziale sichtbar, sodass Unternehmen fundiertere Entscheidungen treffen können.
Die Supply Chain Excellence Awards zeichnen Unternehmen und Projekte aus, die mit innovativen Ansätzen messbare Verbesserungen im Supply Chain Management erzielen. 2025 wurden SAP und Soley für ihr gemeinsames Projekt als eine der Gewinner der „Top Supply Chain Projects“ ausgezeichnet.