In einer Welt, die von volatilen Märkten und fragilen Lieferketten geprägt ist, stehen Unternehmen vor einer gewaltigen Herausforderung: Ihr eigenes Angebot zu verstehen. Oft ist das Portfolio über Jahre organisch gewachsen, ein Dickicht aus Varianten, Altlasten und Hoffnungsträgern.
Die Produktportfolio Matrix ist seit Jahrzehnten das Standardwerkzeug, um hier Ordnung zu schaffen. Doch in der heutigen Zeit reicht ein statisches Diagramm nicht mehr aus.
Die Produktportfolio Matrix, oft synonym als BCG-Matrixbezeichnet, ist ein strategisches Analyseinstrument. Sie hilft Entscheidern dabei, Ressourcen sinnvoll zu verteilen, indem sie Produkte anhand von zwei Dimensionen bewertet: dem Marktanteil und dem Marktwachstum.
Die Grundidee der Boston Consulting Group ist simpel: Ein Unternehmen sollte eine ausgewogene Mischung aus Produkten haben, die heute Cash generieren, und solchen, die das Wachstum von morgen sichern. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen, um radikal ehrlich zu entscheiden: Investieren wir, halten wir oder trennen wir uns?
Um die Suchintention derer zu bedienen, die eine klare Definition suchen, unterteilen wir die Matrix in ihre klassischen vier Felder:
Um eine präzise Produktportfolio Matrix zu erstellen, müssen wir die Achsen definieren. Es geht um das Zusammenspiel von Marktanteil und Wachstum.
Dieser Wert setzt den eigenen Umsatz ins Verhältnis zum stärksten Wettbewerber. Ein hoher relativer Marktanteil signalisiert Wettbewerbsstärke und meist auch eine bessere Kostenstruktur durch Skaleneffekte (Experience Curve).
Hier betrachten wir, wie attraktiv der Markt an sich ist. Agieren Sie in einem wachsenden Markt, ist das Potenzial groß, aber der Investitionsbedarf für Marketing und Entwicklung meist ebenfalls.
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Quadrant |
Marktanteil |
Marktwachstum |
Strategische Empfehlung |
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Stars |
Hoch |
Hoch |
Investieren & Wachsen |
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Cash Cows |
Hoch |
Niedrig |
Ernten & Marktposition halten |
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Question Marks |
Niedrig |
Hoch |
Selektieren oder Offensivstrategie |
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Poor Dogs |
Niedrig |
Niedrig |
Desinvestieren / Portfolio-Bereinigung |
Die klassische 4-Felder-Matrix wurde in den 1970ern entwickelt. Damals warenMärkte träge, Lieferketten lokal und Daten rar. Heute ist die Matrix mitVorsicht zu genießen. Warum?
Bei Soley wissen wir: Produkte sind der Schlüssel zum Unternehmenserfolg, aber nur, wenn das Portfolio keine „Black Box“ ist. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mithilfe von Product Mining daraus eine hochpräzise Steuerzentrale machen.
Jeder Portfolio-Verantwortlicher weiß, dass zahlreiche tiefergehende Zusammenhänge und Abhängigkeiten in einem Produktportfolio bestehen. Die wenigsten jedoch, können alle auf Knopfdruck aufzeigen und anhand dieser Informationen Entscheidungen treffen. Hier einige Beispiele:
Ein "Poor Dog" (oder armer Hund) ist in der Theorie schnell aussortiert. In der Praxis hängen oft wichtige Kunden oder andere Produkte an diesem Varianten-Wildwuchs. Vielleicht ist das Produkt ein Türöffner für eine profitablere Cash Cow? Ohne Datentransparenz ist jede Entscheidung ein Bauchgefühl.
Ein gesundes Unternehmen finanziert seine Zukunft durch die Gegenwart. Die Stars Cash Cows Dynamik ist der Motor Ihrer Resilienz. Wenn Siezu viele Stars haben, geht Ihnen die Liquidität aus. Haben Sie nur Cash Cows,fehlt Ihnen die Zukunftsfähigkeit.
Soley Insight: "Echte Resilienz beginnt mit Klarheit. Wer seine Abhängigkeiten kennt, kann Risiken in der Lieferkettemanagen, noch bevor sie zum Problem für seine Cash Cows werden."
Die klassische Produktportfolio Matrix allein reicht also nicht mehr aus. Hier kann Soley’s Product Mining Lösung Abhilfe schaffen. Wir integrieren Daten aus ERP-, PLM- und CRM-Systemen und erstellen daraus einen digitalen Zwilling der gesamten Wertschöpfungskette des Unternehmens. So können die Auswirkungen jeder Portfolio-Entscheidung vorab erkannt werden.
Um einen nachhaltigen Impact zu erzielen, darf Portfoliomanagement keine Einmalmaßnahme sein. Bewährt hat sich ein vierstufiges Vorgehen im Rahmen des Product Mining Ansatzes, das von der Sichtbarmachung bis zur aktiven Risikosteuerung reicht.
Bevor Sie an Prozessen schrauben, müssen Sie wissen, wo Sieanpacken. Viele Unternehmen agieren hier zu vorschnell. Ein Enterprise Digital Twin konsolidiert jegliche Produktdaten innerhalb der Organisation.
Ergebnis: Sie erhalten ganzheitliche Einblicke und verknüpfen portfolio-spezifische KPIs mit verlässlichen Zahlen statt mit Bauchgefühl.
Durch die gewonnene Transparenz identifizieren wir Produkte oder Varianten, die unnötige Komplexität verursachen und starten den Phase-out dieser obsoleten oder margenschwachen Teile.
Ergebnis: Sie bauen Ballast ab, identifizieren redundante Varianten und sparen massiv Komplexitätskosten ein, ohne die Marge oder Kundenbeziehungen zu gefährden.
Nach der Bereinigung rücken die wertstiftenden Bestandteile Ihres Portfolios in den Fokus. Gezielte Portfoliostrukturierung und Harmonisierung mit Sourcing-Strategien. Hier wird beispielsweise die Gleichteileverwendung forciert.
Ergebnis: Die Marktposition wird gestärkt, da sich das Angebot klarer kommunizieren und besser skalieren lässt.
In volatilen Märkten ist der Blick auf historische Daten (wie bei der klassischen BCG Matrix) zu wenig. Tiefergehende, AI-gestützte Analysen und Simulationen schaffen Abhilfe.
Ergebnis: Sie erkennen frühzeitig, wenn Umsätze von einzelnen Zulieferern oder kritischen Komponenten abhängen. Sie können aktiv vorbeugen, statt nur passiv gegenzusteuern.
Die Einteilung von Produkten in vier Felder (stars, cash cows, etc.) basierend auf Marktwachstum und relativem Marktanteil, um Investitionsentscheidungen zutreffen.
Ein "poor dog" hat einen geringen Marktanteil in einem stagnierenden oder schrumpfenden Markt. Er bündelt Ressourcen, die an anderer Stelle (z.B. für Innovationen) dringender benötigt werden.
Die Product Mining Lösung macht versteckte Abhängigkeiten sichtbar. So verhindern Sie, dass Sie ein Produkt streichen, das eigentlich als strategischer Türöffner für Ihre Cash Cows dient oder wichtige Gleichteile mit Stars teilt.
In der heutigen Zeit ist eine jährliche Analyse zu wenig. Soley ermöglicht eine kontinuierliche Portfolio-Überwachung, um sofort auf Marktveränderungen reagieren zu können.
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