Produktportfolio-Management: Potenziale erkennen, strategisch steuern und zukunftsfähig gestalten

Effizientes Produktportfolio-Management ist in Zeiten globaler Lieferketten, zunehmender Digitalisierung und steigender Anforderungen an nachhaltige Unternehmensführung wichtiger denn je, besonders in der Fertigungsindustrie. Nur so können Unternehmen ihre Resilienz stärken, flexibel auf Veränderungen am Markt reagieren und trotz einer möglichen Ressourcenknappheit Liefertreue gewährleisten. 

Warum Produktportfolio-Management für die Fertigungsindustrie so bedeutsam ist

Die diskrete Fertigungsindustrie steht aktuell vor einer Vielzahl neuer Herausforderungen:

  • Knappe Ressourcen und gestörte Lieferketten erfordern von den Unternehmen mehr Widerstandsfähigkeit.
  • Politik und Gesellschaft wünschen sich mehr Nachhaltigkeit – auch angesichts des Klimawandels, weshalb ökologische und soziale Aspekte in der gesamten Wertschöpfungskette an Relevanz gewinnen.
  • Damit Lieferketten und Produktionsbedingungen transparent nachverfolgt werden können, benötigen Unternehmen verschiedene digitale Tools.

Das Leistungsangebot eines Unternehmens kann angesichts dieser Herausforderungen sowohl Erfolgsgarant sein als auch ein großes Risiko darstellen. Deshalb erfordert es ein strategisches und kontinuierliches Management aller Produkte und Services.

 

 

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Was ist das Produktportfolio-Management? 

Das Produktportfolio-Management ist ein unternehmerischer Ansatz zur strategischen Verwaltung, Steuerung und Optimierung aller Produkte oder Dienstleistungen eines Unternehmens. Im Fokus stehen dabei sowohl Produkte, die bereits am Markt sind, als auch Neu- oder Weiterentwicklungen. 
 
Ein wesentlicher Bestandteil dieses Ansatzes ist die Produktportfolio-Analyse, mit der die Verantwortlichen im Unternehmen eine datenbasierte Grundlage erhalten, um strategische Entscheidungen zu treffen. So können sie festlegen, wie sich Zeit, Budget und Personal bestmöglich einsetzen lassen, inwieweit das Produktportfolio diversifiziert oder angepasst werden muss und wie das Unternehmen mit verschiedenen Risiken umgehen soll. 
 

Ziele eines erfolgreichen Produktportfolio-Managements 

Das Portfoliomanagement verfolgt verschiedene Ziele. In allererster Linie geht es darum, dass jedes Produkt und jeder Service, die zum Leistungsangebot gehören, einen zielorientierten Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Strategisch gesehen, sind Unternehmen so in der Lage:  

  • Die Widerstandsfähigkeit ihrer Supply Chain in Krisenzeiten zu stärken, 
  • Ihre Ressourcen effizient einzusetzen, 
  • Das EBIT zu verbessern, 
  • Ihr Networking Capital zu optimieren und
  • Nachhaltige Unternehmenspraktiken wie eine umweltfreundliche Fertigung umzusetzen. 

 

KI im Produktportfolio-Management: Intelligenter steuern, schneller entscheiden


Künstliche Intelligenz verändert, wie Unternehmen ihr Produktportfolio steuern – grundlegend und messbar. Wo früher Analysten wochenlang Daten aus ERP Systemen und Excel konsolidiert haben, liefert eine KI-gestützte Plattform wie Transparenz auf Knopfdruck.

Der entscheidende Unterschied: KI im Produktportfolio-Management identifiziert nicht nur Muster in historischen Daten, sondern erkennt kritische Pfade in der Supply Chain, simuliert die Auswirkungen von Portfolio-Entscheidungen und leitet automatisiert Handlungsempfehlungen ab. Das Ergebnis: Produktmanager treffen faktenbasierte Entscheidungen, die früher Monate dauerten, in wenigen Tagen.

Konkrete Hebel, die KI im Portfoliomanagement freisetzt:

  • Automatische Identifikation von Slow- und No-Runnern im Portfolio

  • Simulierte Impact-Analysen: Was passiert, wenn Produkt X ausgesteuert wird?

  • Echtzeit-Transparenz über alle Abhängigkeiten in der Wertschöpfungskette

  • Priorisierte Maßnahmenpakete für Produktmanagement, Einkauf und Vertrieb

 

Mit Methode zum optimalen Produktportfolio-Management 

Gerade in der produzierenden Industrie können Produktportfolios sehr komplexe Strukturen annehmen und tausende oder sogar zehntausende Referenzen umfassen. Ohne ein nachhaltiges Portfoliomanagement kann sich ein Unternehmen sinkenden Margen, Stückzahlen oder Skalenerträgen gegenübersehen. Vielleicht hat es Wachstumschancen verpasst, weist eine schlechte Lieferperformance auf oder verfügt über Produkte mit einer langen Time-to-Market.  
In solchen Fällen hilft die datenbasierte, digitale Methode „Product Mining“ Unternehmen dabei, das Management umfangreicher Angebotspaletten zu vereinfachen. Die Software identifiziert nicht nur Verbesserungspotenziale und kritische Pfade in der Supply Chain, sondern priorisiert auch Hotspots.

Die drei Phasen des Product Mining 

Der Lösungsansatz beim Product Mining lautet: erkennen, priorisieren, entscheiden: 

  1. Erkennen: Daten werden gesammelt, intelligent kombiniert und bewertet, um Zusammenhänge und Abhängigkeiten zu verstehen.
  2. Priorisieren: Kritische Pfade in der Supply Chain, Komplexitäten und Hotspots sowie Potenziale im Portfolio werden automatisiert erkannt und priorisiert.
  3. Entscheiden: Handlungsempfehlungen werden automatisiert abgeleitet, damit Unternehmen schneller datenbasierte Entscheidungen zu notwendigen Maßnahmen treffen können.  

 

Erfolgreiches Produktportfolio-Management: Die Bosch Rexroth Success Story 

Die Business Unit Industriehydraulik von Bosch Rexroth ist Weltmarkt- und Technologieführer für industriehydraulische Produkte. Das Unternehmen verfügt über ein äußerst komplexes Produktportfolio mit zahlreichen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Bauteilen, da es sowohl große OEM-Kunden als auch kleine Werkstätten beliefert. 

Die enorme Herausforderung im Produktportfolio-Management: Bosch Rexroth möchte seinen Kunden so viele Varianten bieten, wie notwendig sind, und gleichzeitig kosteneffizient arbeiten. Dafür sind umfangreiche Analysen des Produktportfolios notwendig. Mithilfe der Product Mining-Software von Soley optimiert das Unternehmen sein komplexes Angebots- und Leistungsspektrum nun kontinuierlich. 
 
 

Der Weg zum optimierten Portfoliomanagement von Bosch Rexroth 

2018 startete die Geschäftsführung von Bosch Rexroth Industriehydraulik das Projekt „Portfoliomanagement“, um mithilfe eines digitalen Tools das Produktportfolio gezielt zu optimieren. Das Projekt umfasste drei Schritte: 
  1. Vorbereitung: Das Team integrierte alle Stücklisten und Sachnummern in einen Enterprise Digital Twin. Die einzelnen Bauteile konnten so portfolio- und werksübergreifend abgebildet und verknüpft werden. Ein Klick genügt, um die Komplexität der Stücklisten-Auflösung skalierbar anzuzeigen.

  2. Strukturierung: Mithilfe der Soley-Software identifizierte das Portfoliomanagement das Kerngeschäft, strategisch wichtige Nebengeschäfte sowie Slow- bzw. No-Runner.

  3. Neuorganisation: Produkte mit rückläufigen Absätzen und geringem Marktanteil wurden ausgesteuert. Slow-Runner übergab das Team in einem geordneten Prozess an den Service. Nicht mehr benötigte Exklusivteile und -komponenten, die aus dem Portfolio entfernt werden können, ermittelte das Management mithilfe von Impact-Analysen.  

 

"Soley ist bestens geeignet, um Transparenz zu erzeugen. Und Transparenz ist die Voraussetzung, um eine ehrliche und gute Entscheidung über sein Portfolio zu treffen. Das gab es vorher so nicht."

Jochen Beck
Projektleiter Neuausrichtung Supply Chain

 

Für Bosch Rexroth hat diese neue Vorgehensweise mehrere Vorteile: Dank der Soley-Lösung dauert die Produktportfolio-Analyse nur wenige Minuten statt mehrerer Monate, sodass das Unternehmen die knappen Kapazitäten im Produktmanagement und in der Entwicklung anderweitig einsetzen kann. Zudem ermöglicht die Product Mining-Software einen datenbasierten, kollaborativen Entscheidungsprozess: Das Tool unterstützt das Portfoliomanagement dabei, Maßnahmenpakete zu quantifizieren und zu priorisieren. 

Mehr dazu erfahren Sie im Video: 

 

Nachhaltiges Portfoliomanagement für die Fertigungsindustrie ein Gewinn 

Mit ihren komplizierten Abläufen und Lieferketten kann die verarbeitende Industrie in hohem Maße von den Methoden eines nachhaltigen Produktportfolio-Managements profitieren. Dank Product Mining können Unternehmen stabiler, resilienter und zukunftsfähiger werden, was ihre Position am Markt und ihren langfristigen Erfolg sichert. 
 

Fazit: Nachhaltiges Portfoliomanagement für die Fertigungsindustrie

Mit ihren komplizierten Abläufen und Lieferketten kann die verarbeitende Industrie in hohem Maße von den Methoden eines nachhaltigen Produktportfolio-Managements profitieren. Dank KI-gestütztem Product Mining können Unternehmen stabiler, resilienter und zukunftsfähiger werden, was ihre Position am Markt und ihren langfristigen Erfolg sichert.
 

 

 

FAQ: Häufige Fragen zum Produktportfolio-Management

Was versteht man unter Produktportfolio-Management?

Produktportfolio-Management ist der strategische Ansatz, alle Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens systematisch zu steuern, zu analysieren und zu optimieren. Das Ziel ist es, Ressourcen effizient einzusetzen und das EBIT zu verbessern.

Welche Methoden gibt es im Produktportfolio-Management?

Neben klassischen Ansätzen wie der BCG-Matrix und Portfolioanalysen setzt sich zunehmend Product Mining als datenbasierte, KI-gestützte Methode durch. Sie erlaubt es, tausende Produkte in Echtzeit zu analysieren und Handlungsempfehlungen automatisiert abzuleiten.

Wie hilft KI im Produktportfolio-Management?

Plattformen wie Soley analysieren KI-gestützt alle Produkt-, Lieferanten- und Kundendaten entlang der Wertschöpfungskette in einem Decision Twin. Sie identifizieren kritische Pfade, simulieren Portfolio-Entscheidungen und priorisieren Maßnahmen – in Minuten statt Monaten.

 


 

Weiterführende Links: 

Produktportfolio:

Produktportfolio: Vom Datengrab zur strategischen Steuerzentrale 

Die Produktportfolio Matrix: Strategien für echtes Wachstum und radikale Klarheit

Produktportfolio Strategie: Warum das "Was" über Ihr "Wie" entscheidet

Produktportfolio Darstellung: Vom starren Diagramm zur dynamischen Steuerzentrale

 

Supply Chain:

Supply Chain Management: Definition, Prozesse & Strategien für resiliente Wertschöpfungsketten

Supply Chain Management Software für transparente Supply Chains und Produktportfolios

Supply Chain Solutions neu gedacht: Vom operativen Blindflug zur strategischen Steuerzentrale

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